Werbeagentur Zürich

Ländlerorchester 2012 von Markus Flückiger

«Schloffätanz»

Das Ländlerorchester ist das Hausorchester der Stubete am See. Auf der Suche nach einem dritten Komponisten, der die Idee eines grossbesetzten Volksmusikorchesters weiterträgt wurden wir bei Markus Flückiger fündig. Markus kreierte zuerst mal eine neue Besetzung:
Markus Flückiger: Schwyzerörgeli
Dani Häusler: Klarinette, Bassklarinette
Andreas Ambühl: Klarinette, Bassklarinette
Christoph Pfändler: Hackbrett
Patricia Ulrich: Klavier
Andreas Gabriel: Geige
Barbara Betschart: Geige
Patrizia Pacozzi: Geige
Fabian Müller: Cello
Pirmin Huber: Bass

Das Werk von Markus Flückiger trägt den Titel «Schloffätanz»
Im Gegensatz zu den beiden letzten Länderorchestern fehlen die Blechbläser, dafür hat das Klavier Einzug gehalten. Zudem wurde von 14 auf 10 Musiker verkleinert. Vor gut 100 Jahren haben Schwyzerörgeli und Klarinette die Streichinstrumente, allen voran die Violine, aus der Innerschweizer Volksmusik verdrängt. Die prominente Besetzung des Ensembles mit Streichern ist Flückigers Beitrag zu deren aktuellem Comeback in die Schweizer Volksmusik. Die Komposition ist suitenartig aufgebaut. Der Ursprung der meisten Teile entspringt einer der gängigen Tanzformen der Schweizer Volksmusik. Die zum Teil am Instrument erspielten Rhythmen, Harmonien und Melodien sind auf dem Papier oft viel komplexer als traditionelle Volksmusik. Flückigers Ziel bleibt aber stets, die Musik dem Zuhörer einfach erscheinen zu lassen. Tanzmusik-Stücke sind in der Tradition immer kurz gehalten. Durch den vorgegebenen zeitlichen Rahmen der Komposition kann dem Repetitiven mehr Platz gewährt werden. Nach der einfachen Anfangsmelodie sucht Markus nach allen möglichen Formen, Harmonien und Rhythmen, um am Schluss dann doch wieder beim „Schottisch“ zu landen.

Der Schloffätanz war im Muotatal ein inoffizieller Tanzanlass in einem Bauernhaus ausserhalb des Dorfes, der im persönlichen Umfeld angekündigt, aber nicht offiziell bewilligt war. Gespielt wurde Ländlermusik, meist mit Schwyzerorgeln oder mit dem, was grad an Instrumenten vorhanden war. Mit «Schloffä» wird meist ein enger Raum bezeichnet, eine Ecke auch. Nicht selten wurde es dann auch eng an einem Schloffätanz, weil nicht genau gesagt werden konnte, wer da alles kommt. Hauptgetränk waren Most und Schwarzes und das Vergnügen bestand wirklich im Tanzen, Bödälä, Gäuerlen. Da wurde gesungen, gejuuzt, gescherzt und sicher auch geherzt, bis die ersten wieder an die Arbeit mussten. Die Geistlichkeit hat in der Sonntagspredigt immer wieder gegen diese Ausschweifungen im Lebenswandel gewettert, mit wenig Erfolg. (Nach Peter Betschart, Verein Giigäbank)


Markus Flückiger: Das helvetische Eldorado der Rüeblipflanzer und Camionneure erlebt Mitte der 70er Jahre den erbitterten Hahnenkampf von Vater und Sohn Flückiger um eine mütterlicherseits ins Familienerbe eingebrachte Cluborgel. Die störrische Übungswut des Juniors allerdings erfordert postwendend die Anschaffung eines echten Schwyzerörgelis. Die Lage entspannt sich zwischenzeitlich, als der Elfjährige unter der Fuchtel des ungarischen Zigeunergeigers Joka Bonzo zu klarinettlen beginnt. Eine erneute, nachhaltige Örgeli-Virus-Attacke sowie der jungmännische Bedarf nach finanzierbarer Sturmfreiheit führen letztlich zur Flucht ins Muotatal (1991), allwo der Exilant eine Reihe prägender Begegnungen macht und seinen diatonischen Örgeli-Garten tüchtig mit Chromatik düngt. Die aus dieser Rosskur resultierende Knopfakrobatik sorgt rundum für weidlich Augenrollen und Bartkratzen und macht den frühen Rees-Gwerder-Bewunderer umgehend selber zum Leitstern einer sich zunehmend hemmungslos gebärdenden jungen Balgzupfer-Garde.

Kreuzweg

  • Freiwilliges Kellerkind-Dasein unter den Tätschmeistern Heinz Merz (Schwyzerörgeli, ab 1977) und Joka Bonzo (Klarinette, 1980-84)
  • Ab 1988 „Wundertüten-Zeit“ mit Engadiner Ländlerfründe, Dünner-Nauer, Formation IBM (Innerschwyzer Beizen-Musik), Willi Valotti, Anton Bruhin, Hugo Suter, Claudia Muff, Ernst Ott (Quintott) u.v.a.
  • Erste CD mit Kamer/Huber als Trio Markus Flückiger (1993)
  • Volksmusikalisches Wetterleuchten der Rumpel-Rock-Kapelle pareglish mit Häusler sowie Bruno und Hans Muff (1997-2003)

Spielfelder

  • HujGroup: Mitglied der Direktion und Leiter der Abteilung Research & Development (Hujässler, Rampass)
  • Stammsitz in Max Lässers Überlandorchester und Überland-Duo+
  • Vordudler und Fachberater Volksmusik an der Hochschule Luzern – Musik, Vorstandsmitglied Haus der Volksmusik in Altdorf
  • Punktuelle Eskapaden in den Jagdgründen von Klassik (Heinz Marti, Orchestre des Pays de Savoie) und Pop/Rock (Sina, Hank Shizzoe)