Werbeagentur Zürich

Ländlerorchester 2014 von Tommaso Huber

«Alpine Metamorphosen»

Clarigna Küng, Violine (Appenzell und Wien)
Johannes Gürth, Viola (Tonhalle-Orchester Zürich)
Barbara Gisler, Cello (Geschwister Küng)
Florian Walser, Klarinette (Tonhalle-Orchester Zürich)
Albert Benz, Trompete (Philharmonia Zürich, Oper)
Andreas Pfeiler, Posaune (Orchester der Wiener Volksoper)
Andrea Hampl, Harfe (Lehrauftrag Musikuniversität Wien)
Tommaso Huber Kontrabass und Akkordeon (Orchester der Wiener Volksoper)
Ernst Brunner, Percussion (Sinfonieorchester St. Gallen)

Erstmals wird der grösste Kompositionsauftrag der Stubete am See an eine Person im Ausland vergeben. Tommaso Huber aus Wien ist uns an der Stubete am See 2012 aufgefallen mit seinem ausserordentlichen Arrangement der Bürgenstock-Polka für die Geschwister Küng. Seither hat er sich vermehrt mit Schweizer Volksmusik befasst und scheint uns als Bassist in der komischen Oper in Wien und als Volksmusikpartner vieler Österreichischer und Schweizer Musikanten die ideale Person für einen Blick des Nachbarn auf unsere Volksmusik.

Tommaso Huber schreibt zu seinem Werk:
Die Themen, welche ich gewählt habe, haben Schweizer Ursprung und kommen aus verschiedenen Ebenen: ob spezifische Gattungsformen schweizerischer Volksmusik, archetypische Figuren der Schweizer Sagenwelt oder historische Ereignisse – alle dienten sie mir als Inspiration. Ich greife sie auf, spiele mit ihnen, versuche sie musikalisch darzustellen, zu wandeln und zu deuten, stelle sie in Bezug zu Formen anderer Kulturen.
Sie sind Ausgangspunkte für meine Interpretationen und Assoziationen. Innerhalb der einzelnen Teile formieren, entwickeln und verändern sie sich, machen einem neuen Thema Platz, um in abgewandelter Form zu einer späteren Zeit wieder zu erscheinen. Daraus ergibt sich ein grösseres Ganzes, eine spielerisch sich entwickelnde Geschichte, die eine gewisse österreichische Handschrift wohl nicht verbergen kann, zumal mit Ventilposaune und Harfe zwei prominente Volksmusikinstrumente des östlichen Nachbarn vertreten sind.

Tommaso Huber

Lesen Sie hier den vielseitigen Lebenslauf von Tommaso Huber
Tommaso Huber ist ein vielseitiger Musiker, der nicht nur als Interpret, sondern auch als Arrangeur, Komponist, Pädagoge und Instrumentenbauer tätig ist. Er wuchs in ländlicher Umgebung im oberösterreichischen Mühlviertel auf und hatte dadurch den frühest möglichen Kontakt mit Musik, die als immanenter Bestandteil der im Jahreskreislauf stattfindenden kirchlichen und weltlichen Feste das dörfliche Leben prägte.
Das Akkordeonspiel erlernte er von seinem Vater, und war ihm Basis für seine weitere musikalische Entwicklung. Es folgte nach dem Eintritt ins Linzer Musikgymnasium ein Konzertfachstudium am Kontrabass bei Ludwig Streicher und Josef Niederhammer an der Wiener Musikuniversität und bei Johannes Auersperg an der Musikuniversität Graz. Seit 2000 ist er Mitglied im Orchester der Wiener Volksoper.
Tommaso Huber fühlt sich in seinem musikalischen Schaffen gleichermassen zur Klassik und Volksmusik hingezogen, wie überhaupt das Nebeneinander verschiedener musikalischer Kategorien die Quelle für seine Arbeit ist. Im Ensemble Amarcord Wien, das sich keiner bestimmten Musikrichtung verschreibt, wirkt er als Akkordeonist, ebenso im Duo Appenzell-Wien sowie im Trio mit Sebastian Gürtler und Georg Breinschmid. Als Pädagoge arbeitete er viele Jahre für die Musikantenwerkstatt des Kremser Weltmusik-Festivals Glatt und Verkehrt, beim Festival Xong (Mals/Südtirol), beim OÖ Jugendorchester und bis heute als Dozent des Wiener Jeunesse Orchesters.
Entsprechend vielfältig ist auch die Liste seiner musikalischen Partner, zu denen u.a. Wolfgang Muthspiel, Rebekka Bakken, Alegre Correa, Markus Schirmer, Rudi Pietsch, Norbert Hauer, Peter Herbert, Tscho Theissing, Elisabeth Kulman, Wolfgang Sauseng, Marko Simsa, Noldi Alder, Markus Schirmer und der Regisseur Markus Kupferblum zählen. Entscheidende Impulse für die Musikerlaufbahn empfing er von Balduin Sulzer, dessen Schüler er war und von Franz Welser-Möst, unter dessen Leitung er erste und wegweisende Orchestererfahrungen machte.
Der Instrumentenbau wurde zu seiner zweiten Leidenschaft. In der Werkstatt Konrad Stoll in Haldenwang/Allgäu baut er in geblockten Arbeitsphasen Kontrabässe, die sich einer hohen Nachfrage erfreuen.